GlasSkin

Der Werkstoff Glas

Glas ist ein spröder und inerter Werkstoff, der eine porenfreie Oberfläche besitzt. Zur Verformung muss Glas typischerweise über einen Temperaturbereich
von ca. 700 bis 1100°C erwärmt werden. Niedrigschmelzende Glaslegierungen können schon bei Temperaturen von ca. 280°C verarbeitet werden. Dabei wird die Fließtemperatur des Materials unter Verwendung von Phosphor, Silber etc. herabgesetzt. Ein Nachteil dieser Gläser kann eine geringere Hydrolysebeständigkeit sein. Ab einem Verarbeitungstemperaturbereich von 300 bis 450°C liegen Gläser vor, die diesen Nachteil nicht mit sich bringen. Genau hier wird der Ansatz gesehen, diese Gläser per Mehrkomponententechnik in einem Bauteil mit Kunststoff zu vereinen.

Welche Kunststoffe lassen sich einsetzen?
Unter dem Aspekt der unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten der beiden Werkstoffe und der Bauteilgeometrie, sollen Materialien auf ihren Einsatz hin betrachtet werden. Dabei können neben haftungsmodifizierten Thermoplasten auch Duroplaste und LSRs (Liquid Silicone Rubber) verwendet werden, die sich im Spritzgießverfahren verarbeiten lassen und eine Direkthaftung zum Glas gewährleisten.

Anwendungsgebiete
Potentielle Anwendungen ermöglichen bei komplexen Bauteilgeometrien, die eine Echtglasoberfläche aufweisen, rückseitig die Funktionalität von Kunststoff zur Implementierung in Baugruppen. Anwendungsfälle finden sich u. a. in der Automobilindustrie, wie etwa im Interieurbereich sowie in der Elektronik/Konsumerindustrie.

Laufzeit 12/2013 bis 11/2015

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Marius Fedler Leiter Vertrieb
+49 2351 1064-170

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