KuGlas 3

Innerhalb des Projektes werden die Schwerpunkte Tiefziehen von Glas und die Direkthaftung von Kunststoff zum Glas bearbeitet. Im Projektpunkt „Tiefziehen“ werden zulässige Umformgrade und Geometrien des Glases definiert und in Praxisversuchen untersucht. Hierbei soll auch die Verwendung von Dünngläsern (Dicke 0,1 mm) und modifizierten Gläsern (beispielsweise chemisch vorgespannt) diskutiert werden. Auf Grundlage dessen soll ein Demonstrator hergestellt werden, der durch das Spritzgießverfahren in nur einem Fertigungsschritt rückseitig mit Kunststoff hinterspritzt wird. Der zweite Schwerpunkt ist die stoffschlüssige Verbindung der beiden Werkstoffe im Spritzgießverfahren. Hierzu werden Versuche mit dem Fokus zur Erzielung einer Direkthaftung durchgeführt. Vorteile der Werkstoffkombination sind die geringen Verarbeitungsdrücke und das geringe Schwindungspotenzial der Kunststoffe, die sich vorteilhaft für die Glasanbindung darstellen.

Prüfung des Verbundes
Neben der Ermittlung der Verbundfestigkeit im Zugscherversuch sollen auch weitere Prüfungen wie Emissionsmessungen, Kratztests, Kugelaufpralltests, Transmissionsmessungen etc. durchgeführt werden. Hierzu wird ein Fragebogen versendet, um die gewünschten Anforderungen für die entsprechenden Anwendungsfälle ermitteln zu können.

Anwendung
Glas bietet als Echtmaterial gute optische Eigenschaften, wie auch eine gute Medien- und Kratzbeständigkeit. Durch die Kombination mit Kunststoff ist sowohl eine Funktionsintegration aber auch eine Verbesserung der mechanischen Eigenschaften möglich. In Kombination mit kapazitiver Sensorik könnten Funktionselemente entstehen oder funktionelle Displays mit Echtglasoberflächen und rückseitigen transparenten Kunststoff zur Stabilisierung.

Projektlaufzeit: 08/2014 bis 07/2016

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Christian Kürten Anwendungstechnik
+49 2351 1064-102

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