Cluster Management Excellence

Fachtagung Werkzeugtechnologie

9 Std.AnspruchTheorie & Praxis (100 / 0)

Die Anforderungen an den Werkzeugbau steigen immer weiter. Die Bildung von Belägen während der laufenden Produktion oder die Haftung von Formmassen an den Werkzeugoberflächen stellen immer wieder Heraus­ forderungen dar. Insbesondere, da die Ursachen und Abhilfemaßnahmen sehr individuell dem tribologischen Verhalten der Kunststoffschmelze mit der Werkzeugo­berfläche gegenüber stehen.

Anforderungen an die Werkzeugoberflächen werden immer anspruchsvoller. Nicht nur die Einbringung sol­cher Oberflächen ist mittlerweile eine Kunst, sondern auch die Pflege, Reparatur und Reinigung.
Auch 3D-gedruckte Bauteile sorgen für Gesprächsstoff und sind für Prototypen nicht mehr wegzudenken. Je­ doch strebt der Markt nach Methoden, schnellstmöglich Formteile im Originalmaterial im seriennahen Spritz­gießprozess herzustellen. Generative Fertigungsver­ fahren für den Werkzeugbau zur Herstellung von 3D­ gedruckten Kunststoff-Farmeinsätzen sind hier das Stichwort.

Wie sehen die Herausforderungen für den Werkzeug­bau in den kommenden Jahren aus?
High-Tech-Werk­zeuge erfordern neben den hohen Anforderungen auch ein funktionierende Planung.
Welchen Einfluss wir die Industrie 4.0 auf zukünftige Prozesse nehmen?
Worauf muss sich der Werkzeug- und Formenbau in den näch­sten Jahren einstellen? Wie müssen Maschinen und An­lagen miteinander verknüpft werden um effektive Ferti­gungsprozesse abbilden zu können?

Gemeinsam mit dem VDWF erhebt das Kunststoff­ Institut Lüdenscheid den Anspruch, dies aktiv zu unter­ stützen und jeweils Trends zu präsentieren, noch nicht so bekannte Möglichkeiten darzustellen und aktuelle Entwicklungen mit Zukunftspotential aufzuzeigen.
Das Programm wird durch die Möglichkeit einer Fir­menbesichtigung der Lüdenscheider Unternehmen Erco GmbH oder Canto Ing. GmbH abgerundet.

Mittwoch, 13. November 2019
09:30

Registrierung und Willkommenskaffee

10:00

Begrüßung

Stefan Hins,
Kunststoff-Institut Lüdenscheid

10:55

Quo vadis Werkzeug und Formenbau

Herr Thomas Seul,
VDWF

# Es werden Chancen und Risiken der Branche vorgestellt, diskutiert und bewertet, um daraus strategische Wege und Ziele als auch Innovationen abzuleiten.
# Innovationen sichern die Zukunftsfähigkeit der Branche als auch des eigenen Unternehmens. Keine Frage – nur wie soll man es angehen? Auch kleine KMU aus der Branche sollten sich dem Thema Forschung und Entwicklung widmen. Es gibt durchaus gute Chancen und Möglichkeiten diese Aufgaben neben dem dringenden Tagesgeschäft anzugehen. Es werden Praxisbeispiele aufgezeigt diesen Spagat zu bewältigen.

10:55

Veränderungsprozesse erfolgreich führen

Herr Jens Lüdtke,
Tebis AG

Die Branche des Werkzeug-, Modell & Formenbaus steht aktuell vor sehr großen Herausforderungen und somit auch vor einigen Veränderungen. Laut einer Studie von Ernst & Young ist nur einer von 10 betrieblichen Veränderungsprozessen erfolgreich. Den Erfolg von betrieblichen Veränderungsprozessen können die Verantwortlichen in den Unternehmen aktiv gestalten, man muss nur wissen wie.

11:35

Ob Du wirklich richtig stehst, siehst Du wenn das Licht angeht!

Herr Ralf Dürrwächter,
VDWF

Marktspiegel Werkzeugbau – Vom Werkzeugmacher zum Zukunftsmacher. Erfahren Sie mehr über den praxisorientierten Unternehmensvergleich für den Werkzeug-, Formen- und Modellbau.

12:15

Mittagspause

Möglichkeit zum Netzwerken

13:15

Machinelearning im Werkzeug und Formenbau­

Herr Prof. Dr.-Ing. Ludwig Gansauge,
Technische Hochschule Deggendorf

Narbschaden und jetzt? Abläufe einer Oberflächenreparatur

Herr Simon Valentino,
Reichle Technologiezentrum GmbH

Jeder kennt es, keiner will es. Oberflächenschäden auf polierten oder genarbten Flächen. Gezeigt wird, wie man Beschädigungen in genarbten und polierten Oberflächen in einer möglichst hohen Qualität bei gleichzeitig geringer Durchlaufzeit wieder in instand setzen kann und welche Möglichkeiten bestehen.
Zudem werden die Vorteile der Lasertexturierung im Vergleich zur herkömmlicher Ätznarbung aufgezeigt und was man im Werkzeug- und Formenbau dabei berücksichtigen sollte.

14:35

Chancen der Maßhaltigkeitsnormen (DIN 16742 / ISO 20457) im WZB

Herr Dirk Falke,
Ingenieurbüro Falke

Aus der DIN 16742 wurde die DIN ISO 20457.
Bisher war die DIN 16742 die Grundlage für das technologisch Machbare bezüglich der Toleranzen der direkt tolerierten Maße und Allgemeintoleranzen für Kunststoff-Formteile.
In dieser Norm waren sowohl die Vorgehensweise zur Festlegung der erreichbaren Toleranzen für Größenmaße, Positionstoleranzen als auch die Allgemeintoleranzen und Flächenprofil definiert.
Das aus der DIN 16742 bekannte Einstufungsschema wurde in die ISO 20457 bzw. die DIN ISO 20457 übernommen.
Ende 2019 bzw. Anfang 2020 kommt die neue Norm DIN ISO 20457 heraus. Diese basiert auf der bisherigen DIN 16742. Allerdings gibt es auch Weiterentwicklungen.
Die Maßhaltigkeitsnormen bieten die Möglichkeit schnell und einfach das heute Machbare Genauigkeitsniveau in Abhängigkeit von den vom Kunden vorgegebenen Randbedingungen zu bestimmen.

15:15

Kaffeepause

15:40

Medienfreie & nachhaltige Formenreinigung mittels Laserstrahlung

Herr Sergej Retich,
Clean-Lasersysteme GmbH

Clean-Lasersysteme ist 1997 gegründet worden und bietet als führender Hersteller ein breites Portfolio an fasergekoppelten, kompakten, mobilen oder stationären Laseranlagen als angepasste Lösungen auf Kundenanforderungen im globalen Industriemarkt. Die Mid Power Serie findet hierbei einen starken Fokus in der Formenreinigung als nicht abrasive und sehr schonende Technologie in handgeführter oder automatisierter Form. Im kontaktlosen und medienfreien Prozess des Reinigens verdampft das gebündelte Licht selektiv die Trennmittel und Reste in der Form und steigert dabei die Qualität der Produkte und die Lebensdauer der Formen.

16:20

Die Qual der Wahl - Beschichtungen im Spritzgießwerkzeug

Herr Matthias Korres,
Kunststoff – Institut Lüdenscheid

Die Auswahl und Anwendung von Beschichtungen verlangt in Zeiten von immer detaillierterer Funktionalisierung von Kunststoffen und immer höheren Qualitätsstandards eine durchdachte und evidente Herangehensweise. Die Bildung von Belägen während der laufenden Produktion oder die Haftung von Formmassen an den Werkzeugoberflächen und wie dies durch Beschichtungen gezielt vermindert werden soll, stellt dabei für viele Anwender eine neue Herausforderung dar. Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid nutzt, um eine eindeutige Aussage sowie Lösungsstrategie für seine Kunden zu entwickeln, hierzu eigens entwickelte Prüfstände.

17:00

Sauerländer Grillabend

mit Getränken und Möglichkeit zur Besichtigung des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid

Donnerstag, 14. November 2019
08:30

complexitiy for free - wilde Werkzeuggeometrien mittels 3D-Druck

Herr Stefan Hins,
Kunststoff-Institut Lüdenscheid

09:10

Flat Die Unit Heißkanaltechnik zur Effizienzsteigerung

Herr Andreas Kißler,
FDU Hotrunner GmbH

Basis für die FDU ist die Breitschlitzdüse aus der Extrusion. Bei der FDU handelt sich um ein Heißkanal-Düsensystem für Spritzgießwerkzeuge. Der Strömungskanal in der Düse ist dabei auf eine Flachdüse projiziert. Dadurch strömt der Kunststoff gleichmäßig verteilt durch einen langen Spalt in die Kavität ein, anstatt durch einen kleinen Punktanguss. In der Einspritzphase reduziert die FDU die Scherung und verringert den maximalen Einspritzdruck, die Materialscherung. In der Nachdruckphase wird der entstandene Druck besser ins Produkt geleitet. Daneben wird die Kühlzeit reduziert und der Energieverbrauch verringert. Alle diese Vorteile führen zu einer reduzierten Zykluszeit.

09:50

Kaffeepause

10:20

Topologieoptimierte Werkzeugeinsätze

Herr Christopher Hein,
voestalpine Additive Manufacturing Center GmbH

Additive Fertigungsverfahren bieten durch eine schichtweise Fertigung der Bauteile
die Möglichkeit, komplexe Geometrien wie konturnahe Kühlkanäle in Werkzeugeinsätze von Gusswerkzeugen zu integrieren. Dabei steigen die
Herstellkosten in der additiven Fertigung mit zunehmender Bauteilmasse. Die
Topologieoptimierung der Werkzeugeinsätze bietet daher ein Potential zur Kostenreduktion.

11:00

PUR-Fluten im Spritzgießwerkzeug

Herr Bernhard Radler,
Schöfer GmbH

Die Verarbeitung von niedrig-viskosem PUR im Spritzgießwerkzeug stellt große Herausforderungen an die Werkzeugtechnik. Wir zeigen einen Überblick die zu beachtenden Themen und Lösungen.

11:40

Kapazitätsplanung und Angebotserstellung im WZB

Herr Ingo Kuhlman,
IK Office GmbH

Ein besonders erfolgreicher Ansatz zur Effizienzsteigerung, Kostenreduktion und Termintreue im Werkzeug- und Formenbau ist eine funktionierende Planung. Die Experten sind sich einig: Mit einer effizienten Steuerung des Werkzeugbaus lassen sich 20 bis 30 Prozent Produktivitätssteigerung erreichen! Nur wie lässt sich der Werkzeugbau planen? Welche Hilfsmittel und Instrumente sind derzeit Stand der Technik, und welchen Einfluss nimmt Industrie 4.0 auf den zukünftigen Planungsprozess? Der IKOffice MoldManager ist eine Planungssoftware oder ein MES speziell für den Werkzeug- und Formenbau. Er ist in der Lage, die komplexen Prozesse zu visualisieren und die Führung, Lenkung, Steuerung und Kontrolle in Echtzeit als zentrale Forderung der Industrie 4.0 zu realisieren.

12:20

Mittagspause/Ende der Vorträge

13:15

Möglichkeit zur Firmenbesichtigung

bei Erco GmbH
Durchgängig automatisierte
Fertigungsketten live erleben

Canto Ing. GmbH
Vom Prototyp zum Serienteil
– alles aus einer Hand

14:15

Ende der Veranstaltung

– Änderungen vorbehalten-


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Wichtige Informationen, z.B. für die Verpflegung (vegetarisch, o.a.,) und andere wichtige Hinweise können gerne im Kommentarfeld (Anmerkung) hinterlegt werden.

 

 

Weitere Anmeldeoptionen

Gemütliches Beisammensein in einer Lokalität vor OrtIch habe Interesse an einer Institutsbesichtigung

 

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11.10.2019 Lüdenscheid
€ 980,00 zzgl. MwSt.
Buchungsnummer: 22419

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