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Fachtagung PP und PE in technischen Anwendungen - Alles, nur keine Standardpolymere

6 Std.AnspruchTheorie & Praxis (100 / 0)

Alles, nur keine Standardpolymere

PP und PE – langweilige Standardkunststoffe mit häufig negativem Beigeschmack hinsichtlich Nachhaltigkeit in der öffentlichen Wahrnehmung? Dabei besitzen kaum irgendwelche anderen Polymersorten so viel Potential im Hinblick auf Nachhaltigkeit und CO2-Reduzierung, Recyclingfähigkeit, Wirtschaftlichkeit/Kosteneffizienz und Materialdownsizing.

Bereits in den vergangenen Jahren war der Trend zum Materialdownsizing deutlich wahrnehmbar. Rohstoffverknappungen und Kosteneffizienz führten dazu zunehmend über den Einsatz von PP als Substitut für die klassischen „technischen“ Polymere nachzudenken.
Doch gerade in Zeiten von wachsenden Umweltanforderungen mit wandelnden neuen Gesetzesvorgaben stehen Bauteilproduzenten und Abnehmer gleichermaßen neuen Herausforderungen gegenüber. Und genau hier warten die Werkstoffe PP und PE mit unglaublichen Vorteilen auf.

Auf dieser neuen Fachtagung im Kunststoff-Institut Lüdenscheid möchten wir mit so manchem Vorurteil gegenüber PP und PE aufräumen und Möglichkeiten und Wege für einen nachhaltigeren und innovativen Umgang mit diesen Werkstoffen aufzeigen durch den sich neue Anwendungsbereiche ergeben. Auf dem Tagesplan stehen, neben einem grundsätzlichen Überblick über die Zahlen, Fakten und Eigenschaften dieser Werkstoffe, neue Trends und Materialentwicklungen, die die bisher bekannten Einsatzgrenzen von PP und PE sprengen.

Dienstag, 12. Mai 2020
19:00

Gemütliches Beisammensein

Netzwerken mit Imbiss und Getränken in der
Sportalm Gipfelglück in Lüdenscheid

Freitag, 13. März 2020
08:30

Registrierung und Willkommenskaffee

09:00

Begrüßung/Einführung in die Thematik

Michael Tesch,
Julia Loth,

Kunststoff-Institut Lüdenscheid

09:45

Softell – Matte Compounds für Fahrzeuginnen- und außenanwendungen

Herr Patrick Knörr,

LyondellBasell

Neue Oberflächen in Fahrzeugen werden immer häufiger matt ausgeführt, zudem soll eine hohe Kratzfestigkeit gegeben sein. Moderne PP basierte Compounds ermöglichen diese Oberflächenanmutung ohne Lackierung und bieten hohe Zähigkeiten für Interieuranwendungen. Die im Exterieur geforderte Witterungsstabilität wird seit neustem durch die Realisierung eines unlackierten Kühlergrills im Audi A1 bewiesen – mit PP, unlackiert, matt und kratzfest.

10:15

Kaffeepause

10:45

Die Zukunft des Automobilen-Leichtbaus führt über die Auswahl der Kunststoffe - Hightech PP

Anders Svensson,
Dr. Munch Elmér,

Polykemi AB

11:15

Ein UHMWPE, welches im Spritzguss neue Maßstäbe setzt

Norbert Hodrius,

DREYPLAS GmbH

Spritzgießbarkeit von UHMWPE wie bei Standartpolyolefinen als wirklicher Werkstoff in Granulatform. Beim fertigen Spritzgussteil entfällt die komplette mechanische Bearbeitung zum Halbzeug. Dadurch keine Abfallspäne, Angüsse können recycelt werden. Zeitersparnis in der Herstellung. Rationellere Fertigung durch Wegfall von Produktionsschritten, dadurch Energieersparnis. Flexiblere Formgestaltung. Höhere Qualität der einzelnen Produkte.

11:45

Schäumen - leicht(er) gemacht

Uwe Kolshorn,

Kunststoff-Institut Lüdenscheid

Die Präsentation beinhaltet die Vorstellung verschiedener Schäumverfahren – von chemischem bis physikalischem Schäumen.
Weiter geht es darum, die Vorteile des Schäumens herauszustellen. Diese Vorteile sind weitaus mehr als nur die Dichtereduzierung allein.
Insbesondere bei technischen Bauteilen bestehen die Vorteile darin, ein Bauteil „anders“ zu konstruieren und nicht den Gestaltungsrichtlinien des Kompaktspritzgusses zu folgen.
Schlagwort für die andere Denke ist die „Topografische Bauteilauslegung“. Das „Andere Konstruieren“ bringt auch andere Vorteile mit sich – wie Maschinenschließkraftreduktion, kürzere Zykluszeiten sowie auch können kostengünstigere Werkzeug verwendet werden.

12:15

Mittagspause

13:15

Live-Demonstration Schäumen im Technikum des Kunststoff-Institutes

Uwe Kolshorn,

Kunststoff-Institut Lüdenscheid

14:30

Kaffeepause

14:30

Vom Abfall zum Compound – Aufbereitung von PP aus PIR und PCR

Tobias Klopfleisch,
Wipag Nord GmbH & Co. KG

Neben der Aufbereitung von PP aus Produktionsabfällen (PIR) wächst auch das Interesse an der Aufbereitung von End of Life Abfällen (PCR). Hierfür bietet WIPAG ein breites Spektrum an Technologien um Kunststoffabfälle aus PIR und PCR – Quellen aufzubereiten und der Herstellung neuer Kunststoffbauteile wieder zurückzuführen. Gerade im Bereich der Automobilindustrie, einer Branche mit hohen Qualitätsansprüchen, ist WIPAG seit über 25 Jahren erfolgreich tätig.

15:00

Eine neue Generation von Stabilisatoren für Polyolefinrezyklate

Dr. Manuela Casutt,
L. Brüggemann GmbH

Brüggemann and Fraunhofer LBF have joined forces to successfully tackle one of the seemingly insurmountable problems of plastics recycling. During their lifetime, plastic articles are subjected to thermal oxidation and photo-oxidation, which can create enough damage to prevent them from being recycled into high-quality products. In order to overcome this problem we developed new stabilizer systems to improve the properties of polyolefin rezyclates, especially those made of polypropylene and polyethylene. These pioneering stabilizers are capable of reducing the effects of predamage to such an extent that recycled materials become suitable for processing into molded products.

15:30

PP Rezyklate für Anwendungen im Automobilbereich

Andreas Weingärtner,
Ravago Manufacturing Europe

Bei der Auswahl von Kunststoffen für Bauteile in der Automobilindustrie wird bei neuen Modellen oder der Modellpflege gerne auf bekannte und frei geprüfte Typen zurückgegriffen. Diese werden meist in sogenannten „Freigablisten“ aufgeführt.
Im Zuge der Nachhaltigkeit, der Forderung nach Gewichtsreduzierung und in Verbindung mit der neuen Herausforderung der elektrischen Antriebe findet nun ein Umdenken statt.
PP Comounds mit reduzierter Dichte und Rezyklatanteil sollen vermehrt zur Anwendung kommen sofern die Teilespezifikation erfüllt werden kann.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die Möglichkeiten mit diesen Werkstoffen.

16:15

Ende der Veranstaltung

Möglichkeit zur Besichtigung des Kunststoff-Institutes


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