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Fachtagung Kunststoffgalvanisierung

6 Std.AnspruchTheorie & Praxis (75 / 25)
Herausforderungen | Entwicklungen | Design

Durch die sich wandelnden Anforderungen hinsichtlich Umwelt- und Arbeitsschutz bei der Galvanisierung, die durch die Aufnahme von Chromtrioxid in den Anhang XIV der EU Verordnung REACh entstanden sind, stehen Zulieferer und Abnehmer gleichzeitig mehreren Herausforderungen gegenüber. Der Wunsch nach REACh-konformen Prozessen und trotzdem hochwertigen und beständigen Oberflächen erfordert innovative Produktionsprozesse. Das dekorative Galvanisieren wird sich in den nächsten fünf Jahren so stark verändern wie in den letzten 50 Jahren. An die Fertigung von galvanisierten Sicht- und Funktionsbauteilen werden weiterhin besonders hohe technische Anforderungen gestellt (Optik, Haptik, Medienbeständigkeit, Korrosionsschutz, Abrieb-Beständigkeit, Integration von Funktionen, etc.)

Auf unserer etablierten Fachtagung zum Themenkomplex Kunststoffgalvanisieren im Kunststoff-Institut Lüdenscheid beschäftigen wir uns auch im Jahr 2020 wieder mit genau diesen Themen. Auf dem Tagesplan stehen, neben einem Update zu der „REACh-Problematik“, neueste Trends, Erfahrungsberichte über die Verwendung von Chrom(VI)freien Beschichtungsprozessen und aktuelle Entwicklungen mit Zukunftspotential.

 

 

Mittwoch, 25. November 2020
17:00

Besichtigung des Kunststoff-Instituts

19:00

Gemütliches Beisammensein

mit Imbiss und Getränken in der Sportalm Gipfelglück

Donnerstag, 26. November 2020
08:30

Registrierung und Willkommenskaffee

09:00

Begrüßung

Laura Waltermann,
Kunststoff-Institut Lüdenscheid

 

09:15

Glanzverchromung aus Chrom(III)-Elektrolyten - Aktuelles aus Theorie und Praxis

Lisa Büker,
Gerd Schöngen,
Kiesow Dr. Brinkmann GmbH

Im dekorativen sowie funktionellen Bereich der Galvanotechnik sind Chrom-Elektrolyte nicht wegzudenken. Sie dienen als dekorative Endschicht und haben durch ihre Eigenschaften einen hohen Stellenwert in der Armaturen-, Möbel- und Automobilindustrie. In dem Vortrag werden aktuelle Trends in Bezug auf Chrom(III)-Elektrolyte besprochen. Unter anderem wird die Verbesserung des Korrosionsschutzes und die Einführung dunkler, dreiwertiger Chromschichten auf dem Markt behandelt. Des Weiteren wird der Einfluss von Carbonsäure aus Chrom(III)-Elektrolyte diskutiert.

09:45

Modern POP- Newcomer der Kunststoffmetallisierung

Desiree Lemke,
DSP Germany GmbH

Die konventionelle kolloidale Konditionierung und anschließende elektrolytische Metallisierung von Kunststoffen ist seit Jahren ein etablierter Prozess in Deutschland. Das Arbeitsfenster der dort eingesetzten Verfahren ist bekannt, teilweise über Jahre optimiert worden und haben sich dementsprechend bewährt.
Außerhalb Deutschlands finden aber oft andere Verfahren Anwendung, die hierzulande weniger bekannt sind, dort aber als gängige Praxis gelten. Teilweise lassen sich dadurch die Beschichtungszeit verkürzen und Kosten einsparen. Zudem werden aufgrund der seit 1. Juni 2007 in Kraft getretenen EU-Chemikalienverordnung (REACh) langfristig neue Technologien eingesetzt werden müssen, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.
Der Vortrag soll einen Überblick über Alternativen zu den derzeitigen angewandten Verfahren aufzeigen und die Vor- als auch Nachteile beschreiben.

10:15

Kaffeepause

10:45

Auf dem Weg zur CrVI-freien Kunststoffgalvanik

Andreas Baumbach,
Saxonia GmbH

Die Restriktionen bei der Verwendung von sechswertigem Chrom stellen alle Kunststoffgalvaniken vor große Herausforderungen. In dem Vortrag werden die ersten Erfahrungen in einer Serienanlage mit den alternativen Verfahren zur galvanischen Vorbehandlung und für die Endschicht vorgestellt.

11:15

Erfahrungen mit der Cr(VI)-Eigenauthorisierung

David Zapf,
Hansgrohe SE

Aufbau eines Autorisierungsantrages
Ablauf und Anforderungen eines Chrom(VI) Audits im Rahmen der erteilten Autorisierung
Darstellung des aktuellen Standes zur Forschung an Alternativen
(Beize und elektrolytische Verchromung)

11:45

Substitution unter REACh – eine Herausforderung für die Unternehmensplanung

Marita Voss-Hageleit,
VECCO e.V.

REACh – CrVI-hat unter anderem zwei wesentliche Anforderungen an die Unternehmen. Arbeits- und Umweltschutz ist die eine und die Grenzwerte mit geeigneten Mitteln erreichbar, wie uns Beispiele zeigen. Eine wesentlich größere Herausforderung für die Unternehmen ist die Analyse der Alternativen. Aufgrund der Breite der Anwendung in allen Bereichen der Wirtschaft gibt es nicht die eine „Alternative“. Hier Möglichkeiten zu finden erfordert zum einen die Unterstützung durch ein Netzwerk wie VECCO und zum anderen intensive unternehmerische Zukunftsplanung.

12:15

Mittagspause

13:15

Möglichkeiten für die Kunststoffgalvanik durch die Einbindung der modernen Sputtertechnologie HiPIMS

Carl Schulz,
Kunststoff Institut Lüdenscheid

Der Einsatz der modernen HiPIMS (High Power Impulse Magnetron Sputtering) -Technologie verspricht eine signifikante Qualitätssteigerung im Bereich der Kunststoffveredlung, um daraus neue, marktrelevante Einsatzmöglichkeiten zu erschließen.
In diesem Vortrag werden die Funktionsweise von HIPIMS, sowie die Vorteile und Möglichkeiten im Bereich der Kunststoffveredlung herausgestellt.

14:45

Neues aus der Galvanotechnik aus Sicht eines Anwenders

Dirk Kieslich,
Selvedina Usanovic

Gerhardi Kunststofftechnik GmbH

Tatsächliche Implementierungsmöglichkeiten aus Sicht eines Anwenders der dekorativen Kunststoffbeschichtung in Bezug auf Chrom(VI)freie Vorbehandlungsverfahren und dreiwertige Chromendschichtverfahren.
Wie realistisch und ausführbar sind Planung und Umsetzung der neuen Chrom(VI)freien Technologien in einer bestehenden Produktions-einrichtung, und was bedeutet dies tatsächlich für den Anwender.

14:45

Pumpen- und Filtrationstechnik in der Kunststoffgalvanik

Tim Lippert
Sager + Mack GmbH

Grundlegende Vorstellung der verfügbaren Technologien und eine Übersicht der gebräuchlichsten Pumpen und Filtergeräte, sowie Sonderanwendungen in der Kunststoff Galvanik.

14:45

Kaffeepause

15:15

Aus dem Netzwerk REAChAble-Fördermöglichkeiten für kleine mittelständische Unternehmen

Laura Waltermann,
Kunststoff-Institut Lüdenscheid

Bestehende Fördermöglichkeiten sind den kleinen mittelständischen Unternehmen häufig unbekannt, sodass diese demnach nur wenig Genutzt werden. Der Vortrag soll einen Überblick über die Möglichkeiten für Förderungen geben, die es gerade den kleineren Mittelständlern ermöglichen F&E Projekte durchzuführen und immer auf dem neusten Stand zu bleiben.

15:45

Das Silicon Valley Mindset und was wir daraus lernen können

Jörg Günther,
Kunststoff-Institut Lüdenscheid

Der Vortrag erläutert die Unterschiede und Hintergründe des Mindsets im Silicon-Valley und geht diesbezüglich auf Risiken und Chancen für den deutschen Mittelstand ein. Er basiert auf eigenen Erfahrungen, die auf einen Field-Trip Anfang des Jahres persönlich gemacht wurden, sowie dem Buch von Dr. Mario Heger.

16:15

Ende der Veranstaltung


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Wichtige Informationen, z.B. für die Verpflegung (vegetarisch, o.a.,) und andere wichtige Hinweise können gerne im Kommentarfeld (Anmerkung) hinterlegt werden.

 

 

Weitere Anmeldeoptionen

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26.11.2020 Lüdenscheid
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Buchungsnummer: 40320

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Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Dominik Malecha
+49 2351 1064-132

Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft NRW GmbH, Karolinenstraße, Lüdenscheid, Deutschland

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