Cluster Management Excellence

Fachtagung Kunststoffanalytik 17.+18.11.2021

12 Std.AnspruchTheorie & Praxis (75 / 25)

Hohe Reklamationszahlen führen bei Unternehmen unweigerlich auch zu hohen Kosten und einem Vertrauensverlust beim Kunden. Somit kann eine schnelle und effektive Ursachenfindung für Schadensfälle und Bauteilversagen als optimale Maßnahme zur Risikominimierung und zur Kosteneinsparung bzw. langfristigen Kundenbindung angesehen werden.

Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid erhebt gemeinsam mit den zahlreichen Gastreferenten in dieser neuen Auflage der Veranstaltung den Anspruch, dies aktiv zu unterstützen. Es werden einige Fachvorträge, mit Fokus auf Möglichkeiten und Grenzen in der praktischen Anwendung, zu unterschiedlichen Verfahren angeboten.

Informieren Sie sich als Leiter/Mitarbeiter aus QS und Labor über aktuelle Möglichkeiten und Trends. Im Rahmen der Veranstaltung bietet sich die Gelegenheit Ihr Netzwerk zu pflegen und zu erweitern.

Alle Inhalte werden live übertragen, so dass auch eine Teilnahme per Stream möglich ist.

Mittwoch, 17. November 2021
10:00

Begrüßung

Meike Balster
KIMW-P

10:10

KIMW DIN Spec

Ein häufiges Hemmnis für den Einsatz von Rezyklaten sind schwankende Qualitäten und eine mangelhafte Versorgungsstabilität. Hier bietet die DIN SPEC 91446 Abhilfe, die in der Präsentation vorgestellt wird. Die DIN SPEC 91446 führt Datenqualitätslevel (DQL) ein und standardisiert Datenblätter für Rezyklate. Dies erleichtert den Einkauf und Einsatz von Rezyklaten und den Vergleich von unterschiedlichen Materialien auf dem Markt deutlich

Martin Doedt
KIMW-P

10:40

Anwendungen der Infrarotspektroskopie in der Polymer- und Kunststoffanalyse

In dieser Präsentation befassen wir uns mit praktischen Anwendungen der Infrarotspektroskopie in der Polymer- und Kunststoffanalyse. Schritt für Schritt arbeiten wir uns von der Untersuchung von Rohstoffen wie Granulat und Rezyklaten, bis zur Schadensanalyse von veredelten Kunststoffprodukten vor. Der Referent wird sich hauptsächlich auf ATR FT-IR und FT-IR Mikroskopie konzentrieren.

Eric Klein
Bruker Optik GmbH

11:10

Kaffeepause

11:30

Automatisierte Asche- und Füllstoffgehaltsbestimmung mittels Makro-TGA – effizient, höchst reproduzierbar und DIN-konform

Die Bestimmung des Aschegehaltes und des Füllstoffgehaltes sind wichtige Analysen zur Bewertung und durch die häufig manuell durchgeführte Dokumentation ist die manuelle Methode sowohl personal- und zeitintensiv als auch fehleranfällig. Die Automatisierung und Kombination der unterschiedlichen Teilschritte innerhalb eines Systems mit dem prepAsh® der Firma Precisa Gravimetrics kann somit zu einer deutlichen Optimierung des gesamten Untersuchungsverfahrens beitragen. Da von der Einwaage der Proben bis zur grafischen Auswertung und Dokumentation sämtliche Schritte durch individualisierbare Auswertungs- und Temperaturprogramme automatisiert durchgeführt werden, kann eine deutliche Effizienzsteigerung erreicht werden. Die Ergebnisse der Ringversuche des Kunststoffinstitutes im Jahre 2017 belegen das hohe Maß der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse im Vergleich zur manuellen Methode.

Sabine Birker
Siebertz Labortechnik

12:00

Einsatzmöglichkeiten der NIR-Spektroskopie im „Lebenslauf“ von Polymeren

Vom Monomer bis zum Recycling von Polymeren ist das nahe Infrarot als Analysentechnik mit hohem Nutzen einsetzbar. Der Vortrag zeigt Messmöglichkeiten zur qualitativen und quantitativen Analyse im Labor und der Produktion. Die Applikationsbeispiele reichen von der Rohstoffprüfung über Reaktionsverfolgung, Bestimmung physikalischer Kennzahlen, Mischungshomogenität und Feuchtebestimmung bis zur Identifizierung von Polymeren für Recyclingzwecke.

Michael Horn
nir-concept GmbH

12:30

Mittagspause

13:30

Pyrolyse GC/MS mit datenbankunterstützter Auswertung: Ein Werkzeug zur Polymercharakterisierung und Mikroplastikbestimmung

Applikationsbeispiele reichen von der Rohstoffprüfung über Reaktionsverfolgung, Bestimmung physikalischer Kennzahlen, Mischungshomogenität und Feuchtebestimmung bis zur Identifizierung von Polymeren für Recyclingzwecke.

Dominik Lucas
GERSTEL GmbH & Co.KG

14:00

Analytische Herausforderungen unserer Zeit: Pyrolyse GC/MS im Kontext von Nachhaltigkeit und Umweltanalytik

Das Zukunftsthema unserer Zeit – und gleichzeitig eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe – ist nachhaltiges Handeln im Sinne unserer Umwelt und unserer Ressourcen . Dies bestimmt in zunehmender Weise auch die Analytik und erzeugt neue analytische Herausforderungen. In diesem Vortrag werden einige Beispiele vorgestellt, wie Pyrolyse-GC/MS hierbei zum Einsatz kommen kann. Als Beispielanwendungen werden die Detektion von Mikroplastik (Umweltanalytik), Analyse von Biopolymeren und Rezyklaten (Nachhaltige Werkstoffe),  und die Rolle bzw. Analytik von Additiven zur Verbesserung der Lebenszeit von Werkstoffen und damit einhergehender Schonung der Ressourcen dargestellt.

Dr. Michael Soll
EMSCA MS Consulting

14:30

Schadensanalytik in der Kunststoffindustrie - Eine Anwendung des TOF-SIMS Verfahren

Die Flugzeitmassenspektrometrie ist heute ein wichtiges Werkzeug der Mikroanalyse von Oberflächen, Festkörper und Grenzflächen. Sie wird in nahezu allen Bereichen der industriellen Praxis, wie beispielsweise der Schadensanalyse, im Herstellungs- und Verarbeitungsprozess, der Qualitätssicherung oder Produktentwicklung angewendet und findet Antworten auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Fragestellungen.

Dr. Sebastian Galla-Stroth
OFG-Analytik GmbH

15:00

eMission: Prozesse verstehen und optimieren

Emissionsmessungen an Kunststoffproben sind weitläufig bekannt und gehören in das Repertoire vieler Labore. Häufig handelt es sich bei den Analyten um diverse Abbauprodukte der verarbeiteten Stoffe. Doch welchen Einfluss haben die Fertigungsbedingungen auf die Produktqualität? Welche zusätzlichen Emissionen entstehen während der Verarbeitung? Und wie können Mensch und Maschine vor den Prozessgasen substanzspezifisch geschützt werden? Diesen und noch mehr Fragen gehen das Kunststoff-Institut Lüdenscheid und die Fachhochschule Südwestfalen auf den Grund. Im heutigen Vortrag geben sie einen Einblick in ihre neuartige Emissionsanalytik und das FuE-Projekt „eMission“.

Mareike Schwenke
FH Südwestfalen

15:30

Kaffeepause & geplantes Ende (Tag 1)

16:00

Institutsrundgang

Donnerstag, 18. November 2021
09:00

Begrüßung

Meike Balster
KIMW-P

09:10

Elektronenmikroskopie für Produktentwicklung, Qualitätssicherung und Schadenanalytik in der Kunststoffindustrie

Stichworte wie Leichtbau, Hochfestigkeit, Oberflächenveredelung, 3D-Druck sind heute Domänen, in der die Elektronenmikroskopie nicht mehr wegzudenken ist. Im Vortrag werden die Möglichkeiten der elektronenmikroskopischen Bildgebung und Analytik für die Kunststoffindustrie beleuchtet.

Carsten Pape
Thermo Fisher Scientific

09:40

Elementanalyse von Kunststoffen mittels Röntgenfluoreszenzanalyse

Die Röntgenfluoreszenzspektrometrie (RFA) ist ein weit verbreitetes Verfahren zur Elementanalyse in der Kunststoffindustrie. Der Anwendungsbereich umfasst typischerweise die Bestimmung der Gehalte an Stabilisatoren, Füllstoffen, Pigmenten, Flammschutzmitteln,… Die RFA wird in der Qualitätskontrolle für diese Anwendungen, aber auch bei der Analyse von Beschichtungen eingesetzt. Darüber hinaus kann die RFA den Spurenelementgehalt von Verunreinigungen analysieren und wird auch häufig für schnelle Compliance-Screening-Tests eingesetzt. Der Vortrag wird einige grundlegende Informationen über die Technik geben und Anwendungsbeispiele aufzeigen.

Dirk Wissmann
SPECTRO Analytical Instruments GmbH

10:10

Have you seen the latest dirty film ? – Oberflächen- und Dünnschichtanalysen an Polymeren mit der Photoelektronenspektroskopie (XPS)

Auf den Einsatz hochauflösender Mikroskopietechniken sowie oberflächenanalytischer Verfahren kann im Bereich F&E sowie Schadensanalytik bei Kunststoffen heutzutage kaum mehr verzichtet werden. Der Vortrag lenkt nach einer kurzen Einführung den Blick auf einige praxisnahe Beispiele für den Einsatz dieser Analysetechniken im Bereich polymerer Werkstoffe. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Einsatz der Photoelektronenspektroskopie (XPS) zur Analyse von Polymeroberflächen.

Dr. Torsten Reuter
nanoAnalytics GmbH

10:40

Kaffeepause

11:00

Zerstörungsfreies THz Prüfen zur Qualitätssicherung im Labor oder in der Produktionslinie

Ein innovativer Ansatz der Terahertz (THz) Messtechnik bietet neue Möglichkeiten für die kontaktfreie Prüfung. Das nicht-ionisierende, gefahrlose Verfahren erlaubt die Durchleuchtung von dielektrischen Materialien zur Bildgebung in 2- oder 3-D und so die Bestimmung von Dimensionen und die Erkennung von Fehlern in Kunststoffen, Verbundwerkstoffen, Baugruppen (geschweißt oder geklebt) und Beschichtungen. Die Technologie kann im Labor sowie im industriellen Umfeld eingesetzt werden, auch zur 100% Inline-Kontrolle der Produktion.

Dr. Uli Schmidhammer
TeraTonics S.A.S.

11:30

Millimeterwellenprüfung von GFK- und Schaumsandwich-Bauteilen

Der Vortrag beschäftigt sich zunächst mit der Motivation und den Grundlagen der Millimeterwellenprüfung. Eine erste Anwendung ist der Nachweis von Defekten und Feuchtigkeit in Schaumsandwich-Bauteilen. Anschließend geht es um die Wanddickenmessung an dickwandigen PE-Rohren und an (mehrschichtigen) GFK-Rohren und GFK-Tanks. Den Abschluss bildet ein Ausblick auf die Entwicklung der Millimeterwellenprüfung in den nächsten Jahren.

Dr. Stefan Becker
Becker Photonic GmbH

12:00

Mittagspause

13:00

Computertomographie in der industriellen Praxis

Die heutige innovative Werkstoffprüfung leistet einen wertvollen Beitrag zur Bestimmung der Zuverlässigkeit und der Einsatzgrenzen von Werkstoffen und trägt damit zur Sicherheit von komplexen Bauteilen, Anlagen und Produkten in allen Industriebereichen bei. Neben der klassischen zerstörenden (ZP) und der zerstörungsfreien (ZfP) Werkstoffprüfungen bekommt die innovative Werkstoffprüfung (iWP) eine immer wichtigere Rolle um schnell und präzise Ergebnisse zu liefern zu. Die Computertomographie als bildgebendes Verfahren ist hierfür besonders geeignet.Fällt in einem Gespräch der Begriff CT oder „Computertomographie“, denken zunächst viele an den Bereich der Medizintechnik. Sicherlich ist die Technik auch dort vielseitig und vor allem hilfreich einsetzbar, allerdings lässt sie sich auch – auf anderer Basis natürlich – industriell nutzen. Die technische Umsetzung ist eine andere, das grundsätzliche Funktionsprinzip ist aber gleich.

Dr. Peter Mikitisin
iWP innovative Werkstoffprüfung GmbH & Co. KG

13:30

Der Einsatz der GPC und verwandter Methoden zur Charakterisierung von Rezyklaten

Soll in einem Produkt aus Kunststoff Neuware durch Rezyklate ersetzt werden, so kann insbesondere bei der Entwicklung die GPC als schnelle effektive Methode eine große Hilfe sein. Neben der Molmasse kann die GPC aber auch in Kombination mit verschiedenen Detektoren (UV, Infrarot, Vsikosität) oder anderen chromatografischen Methoden (GC, HPLC, TGIC) Aussagen über die chemische Zusammensetzung (Polymere, Additive, Zersetzungsprodukte) treffen. An Fallbeispielen unterschiedlicher Polymertypen (PP, PET, PVC) soll die Einsatzmöglichkeit der GPC diskutiert werden.

Dr. Peter Montag
PSS Polymer Standards Service GmbH

14:00

Viskositätsmessung mit Kapillarrheometern in Labor und Produktion

Kapillarviskosimeter und -rheometer haben in der Kunststoffforschung und- verarbeitung seit Jahrzehnten einen festen Platz. Sie stellen eine vergleichsweise preiswerte und schnelle Art zur Bestimmung von Fließeigenschaften von Kunststoffschmelzen dar aus denen sich wiederum Rückschlüsse auf andere Eigenschaften oder Effekte ziehen lassen. Der Vortrag stellt zunächst in Kürze die gängigen Methoden vor. Anschließend werden Möglichkeiten diskutiert, wie sich die Viskosität während der Verarbeitung (In-Line) bestimmen lässt und was daraus für Vorteile entstehen können. Es werden die Prinzipien erklärt und anhand von Beispielen aus der Praxis die Möglichkeiten und Grenzen diskutiert.

Johannes Lorenz
Dynisco Europe GmbH

14:30

Chem.-Phys. Analysen für Medizinprodukte

Neben den üblichen Freigabeprüfungen für die Medizintechnik sieht sich manch Beteiligter in der Lieferkette eines Produktes oder während dessen Lebenszyklus diversen Problemen gegenüber stehen, die analysiert und nachhaltig abgestellt werden können. Verfärbungen, Risse, Beläge, Beständigkeitsprüfungen, Wettbewerbsanalysen, Biokunststoff, Easy-to-clean-Eigenschaften, Verzug, Flexibilität, Recyclingfähigkeit oder Laserbeschriftungsprobleme sind nur einige wenige Beispiele, bei der eine Material- und Schadensanalyse an Medical- und Healthcare-Produkten helfen kann.

Meike Balster
KIMW-P

15:00

Geplantes Ende (Tag 2)


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    Ansprechpartner

    Dipl.-Ing., M. Sc. Meike Balster Analysetechnik
    +49 2351 1064-157

    Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft NRW GmbH, Karolinenstraße, Lüdenscheid, Deutschland

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