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Fachtagung Kunststoff-Recycling

9 Std.AnspruchTheorie & Praxis (100 / 0)

Kunststoffe stehen im Wandel der Zeit. In technischen Produkten, sei es im Automobil-, Elektro-, Medizin- oder Haushaltssektor, ist dieser Wertstoff elementarer Bestandteil, um Produkte zeitgerecht zu gestalten. Im Zuge der Verschmutzung der Meere durch Mikro und Makroplastik sowie die immer drängendere Forderung der europäischen Union nachweislich nachhaltig mit Ressourcen umzugehen, versetzt die Kunststoffhersteller von technischen Produkten in die Situation, Strategien zur Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. Im Vordergrund stehen hierbei das Recycling und die sortenreine Aufbereitung von Materialien, um diese gezielt und effektiv in technische Produkte zu etablieren. Darüber hinaus sind die CO2-Bilanzierung von Produkten und Prozessen sowie die Entwicklung von Geschäftsmodellen wichtige Bausteine zum Erreichen nachhaltiger Produkte. Die Fachtagung beinhaltet die Themen Materialaufbereitung/ Stoffströme, Recycling, wie auch das Thema CO2 Bilanzierung in Form von praxisrelevanten Vorträgen aus Forschung und der Industrie. Der Besuch einer der modernsten Sortier- und Aufbereitungsanlagen in Europa rundet die Tagung ab.

Aus aktuellem Anlass: Ein neuer Termin ist in Vorbereitung. Unten aufgeführt finden Sie das vorläufige Programm:

Donnerstag, .
13:00

Registrierung und Begrüßungskaffee

13:30

Begrüßung /Einführung

Michael Tesch,
Kunststoff-Institut Lüdenscheid

13:45

Herausforderung zu Kreislaufwirtschaft und Kunststoffe

Sven Weihe,
PlasticsEurope Deutschland e.V.

Die Kunststoffindustrie ist sich ihrer Verantwortung bewusst, Prozesse, Produkte und Logistik nachhaltig und schonend zu gestalten und Kunststoffe stärker in Richtung einer Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. Deshalb setzt sich die Branche unter anderem für Abfallvermeidung, mehr Ressourceneffizienz und ambitionierte Recyclingtechnologien ein. Dabei geht es zum Beispiel um besseres Ökodesign und recyclingfähigere Verpackungen, den Aufbau von effizienten Abfallsystemen weltweit, Normen für einheitliche Umwelt- und Gesundheitsstandards oder den Einsatz alternativer Rohstoffe. Dies ist nicht nur in Deutschland notwendig, sondern insbesondere auch im europäischen und globalen Umfeld.

14:15

REACH und Kunststoffrecycling

Dr. Raimund Weiß,
B A u A: Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

14:15

Kaffeepause

15:30

Material 2.0 - Hochwertige Recompounds für den Kunststoffmarkt

Ansgar Hoffmann,
Hofmann + Voss Technische Kunststoffe GmbH

16:00

Digital Rezyklate und Kunststoffabfälle handeln

Christian Schiller,
Cirplus GmbH

Echte Kreislaufführung von Kunststoffen setzt Nachweisbarkeit von Stoffströmen voraus – vom Abfallerzeuger über den Entsorger, Recycler bis hin zum Verarbeiter und Produkthersteller. Anhand der cirplus Plattform, dem globalen Marktplatz für Rezyklate und Kunststoffabfälle, zeigt Gründer und GF Christian Schiller auf, wie Angebot und Nachfrage digital zusammenfinden und Transaktionskosten für den industriellen Einsatz von Rezyklaten gesenkt werden können.

Donnerstag, .
09:00

Kreislaufwirtschaft mit technischen Kunststoffen?

Peter Barlog
BARLOG Plastics GmbH

Technische Kunststoffe werden für Anwendungen eingesetzt, die dem Werkstoff über eine lange Lebensdauer viel abverlangen. Temperaturschwankungen, mechanische Belastungen und Kontakt mit Witterungseinflüssen gehen am Werkstoff nicht spurlos vorüber und erschweren das Post Consumer-Recycling. Der Vortrag zeigt auf, welche Möglichkeiten, Beschränkungen und Perspektiven es beim Recycling technischer Kunststoffe gibt.

09:30

Quality Improvement of Recyclates with Functional Additives

Dr. Manuela Casutt
L.Brüggemann GmbH & Co. KG

Functional additives ensure a significant improvement in the quality of recyclates upt to the level of virgin material. Brüggemann extends ist protfolio of reactive chain modifiers for polyamide with a new generation of stabilizers for high-quality polyolefin recyclates.

10:10

Recycling von halogenfrei flammgeschützten Kunststoffen

Dr. rer. nat. Elke Metzsch-Zilligen
Fraunhofer LBF

Derzeit werden Bauteile aus flammgeschützten Kunststoffen nach Ihrer Nutzungsphase überwiegend einer energetischen Verwertung zugeführt. Die geforderte Kreislaufwirtschaft zwingt zum Umdenken in Richtung einer Werkstoffverwertung. Eine am Fraunhofer LBF durchgeführte mehrjährige Studie gibt belastbare Antworten auf diese Fragestellung.

10:45

Kaffeepause

11:15

Nachhaltigkeit bei KOSTAL - Kunststoffrezyklate und Mahlgut

Dr. Konrad Kiefer
Leopold Kostal GmbH & Co. KG

Inzwischen ist der Einsatz von Recyclingmaterial in Kunststoffbauteilen bei vielen Automobilherstellern ein stark gewichteter Punkt im Forderungsspektrum. Neben der Verwendung kommerzieller Rezyklate lebt die Firma KOSTAL bereits seit Jahren ein Mahlgutkonzept, welches die systematische Rückführung von Kunststoffausschüssen in den Produktionskreislauf beschreibt. Der Vortrag stellt Kundenanforderungen dar und behandelt das Thema Nachhaltigkeit bei KOSTAL am Beispiel der Mahlgutrückführung. Die Möglichkeiten und Herausforderungen der Verwendung recycleter Kunststoffe werden an einem KOSTAL-Produkt vorgestellt.

11:45

Ausgleich von Chargenschwankungen mit iQ weight control

Corinna Mädje,
Bernhard Hoster,
GIRA Giersiepen GmbH & Co. KG

Felix Schmidt,
Engel Deutschland GmbH

Chargenschwankungen führen in der Praxis zu unterschiedlichsten Verarbeitungsbedingungen. Oftmals müssen die Serienprozesse händisch nachgeregelt werden. In dem Beitrag werden die Möglichkeiten des automatischen Ausgleichs von Chargenschwankungen durch das iQ weight control System dargestellt.

12:15

Tag Tec- What if plastic could talk

Patrick Maciulewicz,
Gabriel-Chemie GmbH

12:15

Mittagessen

13:45

Emissionen während des Spritzgießprozesses – eMission Possible

Mareike Schwenke,
Fachhochschule Südwestfalen Iserlohn,

Carsten Großmann,
Kunststoff-Institut Lüdenscheid

Mittels eines neu konzipierten Spritzgießwerkzeugs ist es nun möglich, die Emissionen während des Formgebungsprozesses zu beproben und anschließen gaschromatographisch zu analysieren. Hierdurch werden unter anderem tiefergreifende Einblicke in den Formgebungsprozess gewonnen sowie Werkzeugstandzeiten optimiert und Belagbildung und Werkzeugkorrosionen können „quasi-live“ beobachtet werden.

Referenz für eine klimaneutrale Produktion – Der CO2-Footprint

Andreas Kürten,
Kunststoff-Institut Lüdenscheid

15:00

Ende der Veranstaltung


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