Die Mehrkomponententechnik ist eine wichtige Errungenschaft, die seit Jahrzehnten immer weiter perfektioniert worden ist und auch schlecht haftende Materialkombinationen wurden technisch optimiert, um einen möglichst guten Verbund zu erreichen. Dadurch wurde eine Reparatur- oder Wechselmöglichkeit einzelner Kombinationen schlichtweg ausgeschlossen bzw. unmöglich gemacht und ein Kreislauf für diese Produkte ebenfalls.

Wir haben nun viele Jahre viel Engagement in die Entwicklung der geeigneten Materialien gesteckt, Werkzeuge verfeinert, um einen möglichst guten Verbund der Werkstoffe zu erreichen. Es wird nicht lange dauern und es wird dazu Verordnungen geben, die eben genau diesen Verbundbauteilen die Existenz erschweren, wenn nicht sogar unmöglich machen werden.

Aus diesem Grund hat sich das Kunststoff-Institut Lüdenscheid entschlossen ein Verbundprojekt aufzulegen, welches sich diesen Schwerpunkten widmen wird:

  • State of the art (Welche Materialkombination stehen im Vordergrund, welche Maschinen- und Werkzeuglösungen sind damit verbunden => daraus wird eine Prioliste abgeleitet, um möglichst Maschinen- und Werkzeugequipment weiter nutzen zu können)
  • Evaluierung neuer Fügeverbindungen => Versuchsplan und Praxisversuche
  • Evaluierung neuer Konstruktionselemente => Pilotwerkzeug und Praxisversuche
  • Wechsel von konstruktiven auf automatisierte Lösungen (z.B. umspritzte Dichtungen)
  • Materialvielfalt in Baugruppen minimieren (Bsp. 4-K Zahnbürste), Materialien mit breitem Eigenschaftsspektrum finden oder schaffen
  • Anwenderbeispiele aus der Projektgruppe definieren und konkrete Änderungen erarbeiten und auch umsetzen
  • weitere Schwerpunkte tbd. von der Projektgruppe

Am 8. September wird nachmittags eine Infoveranstaltung in Lüdenscheid (und online) stattfinden und das Projekt weitergehend vorgestellt.

Agenda:

14:30 Uhr Begrüßung Stefan Schmidt, Einführung in die Thematik
14:45 Uhr Die Mehrkomponententechnik aus Sicht eines Maschinenhersteller, Engel Deutschland Standort Hagen
15:00 Uhr Mehr-K Anforderungen am Beispiel der Telekommunikation, Fa. Gigaset Bocholt
15:15 Uhr Projektinhalte, -abläufe, -leistungen, Stefan Schmidt
15:45 Uhr Diskussion
ca. 16:30 Uhr Ende der Infoveranstaltung

Folgen Sie dem Querverweis und melden Sie sich zur kostenlosen Informationsveranstaltung an.

Sie möchten Ihr Unternehmen und Leistungsspektrum den Besuchern unserer Fachtagung Kunststoffe + Prüfung vorstellen?

Dann melden Sie sich jetzt als Aussteller für die begleitende Fachausstellung am 15.+16.11.2022 an!

Im Fokus der Fachtagung steht die Qualifizierung und Prüfung von Kunststoffen und Kunststoffbauteilen.

Folgende Themen stehen auf der Agenda:

• Neue Prüfverfahren und innovative Geräte im Einsatz
• Praxisberichte aus Automobil, Medizin, Konsumgüter
• Qualifizierung neuer Materialien und Oberflächen
• Wissens-Update Normen
• Labor der Zukunft und Digitalisierung

Mit dem nebenstehendem Download-Tipp erhalten Sie das Formular für die Buchung eines Ausstellungsplatzes.

Das Tagungsprogramm sowie die Möglichkeit der online-Anmeldung zur Tagung finden Sie per nebenstehendem Querverweis.

Am Kunststoff-Institut Lüdenscheid unterstützen wir unsere Kunden bei den diversen Einzelmaßnahmen in unterschiedlichsten  Projekten, angefangen von der Rohstoffherstellung, deren Basismaterial (Verbundprojekt Papierspritzguss, ZIM Innovationsnetzwerk Poly4Nature) über die Reduzierung (Verbundprojekt Design4Sustainability) bis hin zum Recycling (Verbundprojekt Recycling), um die CO2-Belastung zu erfassen und zu reduzieren. Darauf basierend werden im Anschluss zielführende Maßnahmen für die Gesamtbetrachtung abgeleitet. Wir erarbeiten mit und für unsere Kunden die Umsetzung der definierten Maßnahmen, indem wir Konzepte für die operative Bearbeitung begleiten und so gemeinsam einen Schritt in Richtung der erhöhten Nachhaltigkeit gehen.

Sowohl die Politik, die Weltwirtschaft und auch die Gesellschaft hat sich dem Thema inzwischen mehr oder weniger durchgehend angenommen und handelt mit ersten punktuellen Maßnahmen bewusster. Für Unternehmen ist die Einordnung der vielen Einzelmaßnahmen in eine Strategie für das Unternehmen und dessen Produkte erforderlich bzw. unerlässlich.

Nur so kann die kunststoffverarbeitende Industrie aktiv an der Vermeidung von Treibhausgasen beitragen und dieses auch entsprechend darstellen.

In der Gesellschaft gelangen Kunststoffe zunehmend in die Kritik. Durch Thematiken wie Mikroplastik, die Vermüllung der Ozeane & Plastiktüten in der Natur entsteht das Bild, dass Kunststoffe und Nachhaltigkeit gegenläufige Begriffe sind.

Hanna Steffen und Tim Salzmann vom Kunststoff-Institut Lüdenscheid sind diesen Klischees in der Folge 15 auf der Spur.

Überall dort, wo Sie Podcasts finden, können auch Sie dabei sein!

Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid plant zum Herbst 2022 ein neues Verbundprojekt, das sich mit den Einsatzmöglichkeiten von Biopolymeren beschäftigen wird.
Das Thema der Nachhaltigkeit stellt ein Kernthema der aktuellen Zeit dar, dem sich insbesondere auch die Kunststoffindustrie zu stellen hat. Jedes Unternehmen ist gefordert nachhaltiger zu produzieren und seinen CO2-Fußabdruck zu minimieren.

Der Faktor Material stellt innerhalb der Bauteilproduktion nicht nur kostentechnisch, sondern auch energetisch den Hauptaspekt dar. Daher muss die Steigerung der Nachhaltigkeit zwangsweise auch über den Materialeinsatz führen. Die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft ist hier natürlich eine Option, aber nicht für jedes Unternehmen oder Produkt die Lösung.

Der Einsatz von biobasierten und/oder biologisch abbaubaren Polymeren, ggf. in Kombination mit der Kreislaufwirtschaft, kann insbesondere eine Lösung darstellen.
Aber welche Materialien und Rohstoffhersteller gibt es? Welche Eigenschaften besitzen diese Werkstoffe und inwieweit lassen sich Eigenschaften anpassen und wo sind die Grenzen? Welche Materialien kommen überhaupt für meine Anwendungen in Frage? Wie sehen die Verwertungsmöglichkeiten aus? Und einer der Hauptfragen in diesem Zusammenhang überhaupt: Sind diese Werkstoffe wirklich nachhaltiger?

Die Projektteilnehmer sollen mit Hilfe dieses Projektes in die Lage zu versetzt werden selber beurteilen zu können, welche Materialien für die eigenen Produkte eingesetzt werden können, und, ob diese die Nachhaltigkeit des Produktes erhöhen. Daher sollen sowohl grundlegende, aber auch produktbezogene Fragestellungen rund um die Einsatzfähigkeit von Biopolymeren Beantwortung finden.

Laufzeit: 1 Jahr
Projektstart: November 2022

Fachtagung „Leitfähige Kunststoffe – Thermomanagement und EMV-Abschirmung durch innovative Materialien und Technologien“

Über 8 Jahre Erfahrung, weit mehr als 130 untersuchte Compounds, Durchführung von Marktstudien, Untersuchungen des Zusammenspiels weiterer Füllstoffe und Additive, Datenbanken mit über 400 Werkstoffeinträgen, Implementierung von Messesystemen sowie praktische Untersuchungen an Demonstratoren und Kundenbauteilen – so die Bilanz der abgeschlossenen Verbundprojekte zu den Themen „Wärmeleitfähige Kunststoffe“ und „EMV-Abschirmung“. Die Beteiligung von mehr als 50 Unternehmen machen deutlich, wie wichtig und vielfältig diese Themen zu besetzen ist.

Branchenübergreifend, sowohl in der Automobil-, E&E, Haushaltsgeräte- und Medizinindustrie, wachsen die Anforderungen an Materialien hinsichtlich der Funktionsintegration durch kompaktere Bauweisen und neue Designkonzepte. Infolge höherer Leistungsdichten und Datenübertragungen in Elektronikkomponenten auf engstem Raum steigt der Anspruch an die Funktionalität des Werkstoffs für Gehäuseanwendungen. Die Themenbereiche Thermomanagement und EMV Abschirmung spielen dabei eine hervorgehobene Rolle, deren notwendige Eigenschaften durch den Einsatz von Kunststoffen erfüllt werden können. Das grundlegende Verständnis der Materialzusammenhänge und deren Wirkungsweisen ist die Basis, um mittels dieser Werkstoffgruppe Wärme effektiv aus Bauteilkomponenten ableiten zu können oder eine geforderte Schirmdämpfung zu erreichen.

Die Fachtagung vermittelt am 18.10.2022 einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten und Chancen des Einsatzes dieser funktionellen Werkstoffgruppe mit dem Ziel, eigene Projekte im Unternehmen anzustoßen. Vorträge aus dem Bereich der Werkstofftechnik, Simulation und Prozesstechnik spiegeln das technisch Mögliche. Konkrete Anwendungsbeispiele liefern wertvolle Hinweise im Sinne von Best Practise. Die Besichtigung der Labore und Absorberhallen unseres Partner EMC Test NRW GmbH (EMV-Messungen) bieten Teilnehmern die Gelegenheit, direkt ins Gespräch zu kommen.

Die Tagung findet im TechnologieZentrum Dortmund GmbH statt. Der Veranstaltungsort Dortmund stellt eine gute Ausgangsposition (Verkehrsanbindung, Zug, Hotel) dar, nach der Tagung am nächsten Tag den Besuch der K-Messe in Düsseldorf zu verbinden.

Das aktuelle Tagungsprogramm finden Sie per nebenstehenden Querverweis.

Im Juni 2022 hat Ludger Wüller die Leitung der Abteilung Umwelt/Nachhaltigkeit am Kunststoff-Institut Lüdenscheid übernommen.
Sie möchten mehr über unseren neuen Kollegen erfahren? Dann folgen Sie den nebenstehenden
Querverweisen und schauen Sie sich das Vorstellungsvideo von Ludger Wüller bei Xing oder LinkedIn an.

Aufgrund der hohen Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit in der Kunststoffbranche, beschäftigt die Thematik Rezyklat-Einsatz derzeit viele Unternehmen. Allerdings sind die Hemmnisse Recyclingmaterial einzusetzen teils noch sehr hoch. Das ist u.a. auf Aspekte wie Beschaffung, Preis und Materialqualität zurückzuführen. Unser aktuelles Verbundprojekt „Recycling – Einsatz von Rezyklat für technische Produkte“, das im Oktober 2022 bereits startet, soll Sie dabei unterstützen, Rezyklate in bestehenden Prozessen und Produkten für technische Anwendungen einzusetzen. Um die Verwendung sekundärer Kunststoffe erfolgreich zu ermöglichen, erarbeiten wir in dem Projekt eine praxisnahe und systematische Herangehensweise. Das Projekt bietet neben einer ausführlichen Darlegung der geltenden regulatorischen Rahmenbedingungen und der Beantwortung der brennendsten Fragen rund um das Thema Rezyklat-Einsatz eine Marktübersicht zu Beschaffungsmöglichkeiten von Recyclingmaterialien. In praktischen Untersuchungen werden verschiedene Rezyklate hinsichtlich ihrer Qualität nach der DIN SPEC 91446 klassifiziert und in Kombination mit Neuware hinsichtlich ihrer mechanischen und rheologischen Eigenschaften untersucht. Wir fassen außerdem die sogenannte Marker-Technologie ins Auge, bei der die Recyclingfähigkeit von Kunststoffprodukten dadurch erhöht werden kann, dass die Bauteile mittels Marker-Additive gekennzeichnet und mit spezifischen Informationen versehen werden können. Diese Technologie fokussieren wir vor dem Hintergrund der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle in Form von Pfandsystemen der eignen Kunststoffteile.

Projektstart: Oktober 2022

Projektlaufzeit: 1,5 Jahre

Per nebenstehendem Querverweis gelangen Sie zum Projektflyer und zur ausführlichen Projektbeschreibung.

Moderne, innovative Oberflächen sind funktionell, haben ein hochwertiges Erscheinungsbild, müssen robust sein und eine angenehme Haptik bieten. Dabei wird die Nachhaltigkeit von Produkten zunehmend wichtiger, was die Entwicklung entsprechender Beschichtungsmaterialien und Technologien vorantreibt oder etablierten Herstellverfahren neue Möglichkeiten bietet.
Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid erhebt mit seiner jährlichen Tagung den Anspruch, den Veränderungs-prozess aktiv zu unterstützen und neueste Trends, Technologieentwicklungen sowie gegenwärtige und zukünftige Anwendungen aufzuzeigen. Material-, System- und Technologieanbieter sowie Anwender aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette garantieren praxisnahe und anwendungsorientierte Fachvorträge. Die Veranstaltung wird durch eine Produktausstellung begleitet.

Das aktuelle Tagungsprogramm sowie die Möglichkeit zur online-Anmeldung finden Sie per nebenstehendem Querverweis.

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