Kunststoff-Institute auf der Fakuma 2017

Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid und das Kunststoff-Institut Südwest präsentieren sich erneut mit einem eigenen Stand auf der Fakuma in Halle A5 Stand 5312.

Vom 17. bis 21. Oktober 2017 präsentieren die Institute den aktuellen Zwischenstand aus neun Verbundprojekten. Ferner ein neues, entwickeltes Schäumverfahren, welches auf Standardmaschinen ohne Umbauarbeiten eingesetzt werden kann. Dazu ein neues Produkt, das zur Detektion von Verunreinigungen auf Bauteiloberflächen eingesetzt werden kann und die Vorstellung des neuen Katalogs zur internationalen Ringversuchsserie des Instituts.

Physikalisches Schäumen

Vor dem Hintergrund des Strebens nach geringeren Wanddicken und Gewichtsreduzierungen wird immer öfter der Schäumprozess für den Spritzguss im Markt diskutiert und eingesetzt. Hierzu hat das Kunststoff-Institut gemeinsam mit der Firma Linde AG ein Verfahren entwickelt, das die Vorteile der physikalischen Prozesse (Inertgas, keine Beeinflussung der Grundmatrix etc.) mit denen der chemischen Treibmittel (geringe Investkosten, unabhängig vom Maschinentyp etc.) kombiniert. Hierbei wird das Kunststoffgranulat innerhalb einer definierten Zeitspanne mit einem Inertgas in einem Autoklaven beaufschlagt. Das begaste Granulat kann in den offenen Maschinentrichter eingefüllt und geschäumte Bauteile hergestellt werden. Die Senkung von Verweilzeit und Kosten wurden bereits bei einer Vielzahl von Pilotunternehmen getestet, der Prozess gleichzeitig.weiter optimiert und geprüft. Überzeugen Sie sich live vor Ort. Ergänzende Informationen können Sie Seite 9 unserer aktuellen K-Impulse entnehmen.

Verbundprojekt Printed Electronics

Als ein weiteres Highlight finden Sie bei uns auf der Messe eine automobile Mittelkonsole, die das Thema „Printed Electronics“ kombiniert mit einem „Haptischen Feedback“ präsentiert. Beide Themen dominieren die aktuellen Messen und Kongresse, wozu das Kunststoff-Institut entsprechende Unterstützung in Form von Verbundprojekten und Studien anbietet.

Ringversuche 2018 mit neuen Verfahren

Pünktlich zur Fakuma ist unser Katalog mit allen in 2018 angebotenen Ringversuchen veröffentlicht worden. Es werden zahlreiche neue Verfahren in den Bereichen Metrologie, Analytik und erstmals auch zum Thema 3D-Druck präsentiert.

Neues Produkt

Filmische Verschmutzungen auf unbeschichteten Bauteilen durch Fingerabdrücke, Trenn- und Konservierungsmittel etc. sind in der Oberflächentechnik ein seit Jahren bestehendes Problem. Diese Kontaminationen können visuell vielfach nicht erkannt werden, verhindern jedoch häufig eine haftfeste Beschichtung und/oder führen zu optischen Fehlern und somit zu Ausschuss.

Ein neu entwickeltes Produkt mit dem Namen Contamination Spy wird erstmalig auf der Fakuma exklusiv vorgestellt und ist ab dem Zeitpunkt über den Online-Shop des Kunststoff-Instituts beziehbar.

Präsentation des aktuellen Status folgender Verbundprojekte

Die Schwerpunkte der Projekte sind in Kurzform gelistet:

Umspritzen von Elektroniken

Einsatz vernetzender Werkstoffe, um empfindliche Sensorik in einem Schuss zu kapseln

Oberflächenbehandlung von Kunststoffformteilen

Drei Schwerpunkte: Lackieren im Werkzeug, Benchmark von im Markt befindlichen Kratzschutzsystemen für Kunststoffe, Digitaldruck

PVD Beschichten von Kunststoffen

Erzeugen tiefschwarzer Chromoptiken durch den Einsatz von DLC-Schichten. Weitere Ziele: Verzicht auf Primer und finalen Schutzlack

Rapid Tooling

Prüfung der Performance von gedruckten Kunststoff-Werkzeugeinsätzen im Vergleich zum konventionellen Werkzeugbau

Printed Electronics

Drucken von Leiterbahnen und Applizieren von Komponenten (Widerstände, LEDs, etc) auf Kunststofffolien, Verformen und Hinterspritzen. Benchmark der Systeme und Ermittlung von Kontaktierungskonzepten

Wärmeleitfähige Kunststoffe

Marktstudie und Benchmark, Eigenschaftsoptimierung/Compoundierung von Materialsystemen, Untersuchungen zur Fließfähigkeit, Schlagzähigkeit, Bindenahtfestigkeit, etc.

Generativer Werkzeugbau

Übersicht der im Markt befindlichen Verfahren, Einsatz und Grenzen der Verfahren inkl. Kosten- und Performancerechnung unterstützt durch umfangreiche Praxisuntersuchungen

DynaTemp

Übersicht über alle im Markt befindlichen dynamischen Werkzeugtemperierungen inkl. Lizenzen, Einbausituation, Performance. Praxisversuche, um Oberflächenfehler zu kaschieren oder einheitlichen Oberflächenglanz zu erreichen

DuroVerbund

Verbinden von Duroplast und Thermoplast durch den Spritzgießprozess

KuGlas

Hinterspritzen von Glas mit Kunststoff für dekorative Anwendungsfelder

Qualitätskontrolle beim Einsatz von Rezyklaten

Im Rahmen dieses Projektes soll ein umfassendes Modell entstehen, mit dem Lösungsviskosität, Schmelzeviskosität und mechanische Eigenschaften miteinander korreliert werden können.

PVD meets Galvanik

Ziel des Projektes ist es, eine REACH-konforme und gleichzeitig wirtschaftliche Alternative für die konventionelle Kunststoff-Galvanisierung durch den Einsatz der PVD Technik als Vorbehandlung zu erarbeiten.

 

Seien Sie gespannt auf interessante Fachgespräche und viele weitere Informationen und besuchen Sie uns und das Kunststoff-Institut Südwest in Halle A5/Stand 5312.

http://www.fakuma-messe.de/ausstellerverzeichnis/showroom/exhibitor-detail/23478/

 

 

Am 8. September fand der 19. Bensheimer Technologietag des Heißkanalherstellers Synventive statt und zum wiederholten Male unterstützte Geschäftsführer Stefan Schmidt mit einem Fachvortrag. In diesem Jahr mit dem Schwerpunkt „Spritzgießen 4.0, unvermeidbar – aber in welcher Form?“ Weitere Vorträge aus dem Bereich der Werkzeug- und Heißkanaltechnik folgten und boten den 100 Teilnehmer ein breites Feld für Diskussionen.

Gerade im Rahmen des Veränderungsprozesses durch Industrie 4.0 gewinnt die Auswahl der optimalen Oberflächentechnik noch mehr an Bedeutung und entscheidet elementar über die Qualität, Kosten von Bauteilen, wie auch die Robustheit der Fertigung.
Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid erhebt mit seiner jährlichen Tagung den Anspruch, dies aktiv zu unterstützen und jeweils neueste Trends zu präsentieren, unbekanntere Möglichkeiten zu zeigen und aktuelle Entwicklungen mit Zukunftspotential vorzustellen.
Von Trend und Designanalysten über OEMs sowie Material und Technologieanbieter bis hin zum Anwender sind wieder Referenten aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette vertreten und garantieren somit praxisnahe und anwendungsorientierte Fachvorträge.
Wie üblich, behandelt der zweite Tag ein spezielles Thema. In diesem Jahr werden verschiedenste Methoden aus dem Bereich der Prüftechnik für Oberflächen dargestellt.

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